Schulterklopfen oder Umarmen?

Weshalb die überwiegende Mehrheit heterosexueller Männer nur Frauen umarmen und Angst haben vor Männlichkeit.

Auszeit für Männer - begleitete Intensivtage
  Männern wurden genauso viele Tränen zugeteilt wie Frauen. Aber weil es uns verboten wird sie zu vergießen, sterben wir lange vor den Frauen. Indem unsere Herzen explodieren, unser Blutdruck steigt oder unsere Leber von Alkohol zerfressen wird, weil der See an Trauer in uns keinen Abfluß hat. Wir Männer sterben, weil unsere Gesichter nicht genug bewässert werden.

Der Impulsabend im Rahmen des „MännerSymposium Schweiz“ bietet Gelegenheit sich mit männlichen Bildern, Vorstellungen, Annahmen und Prägungen zu befassen.

 

Alena Schröder schreibt in ihrem Artikel in der Süddeutschen Zeitung über Toxische Masculinität und wie anders es wäre, wenn Männer Nähe und Angenommensein nicht nur den Freundinnen und Ehefrauen delegieren, sondern auch in Freundschaften mit Männern erfüllt bekommen.

 

Auf dem Weg männlicher Entwicklung vom mütterlichen Frauenland in die Männerwelt geht schon in den ersten Kindheitsjahren die liebevolle Körperlichkeit verloren und reduziert sich schlussendlich auf ein rückenklopfendes Umarmen, das mehr die Festigkeit des Brustkorbes prüft als Nähe und Wertschätzung vermittelt.

 

Wie vielen heterosexuellen Männer fällt es leicht, andere Männer als nahen Freund liebevoll und innig zu umarmen ohne dass eine tief sitzende Angst vor dem Schwulsein sich dazwischen schiebt? Geschweige denn, sich verletzlich zu zeigen und gemeinsam Tränen zu vergiessen. Welchem Mann steht ein Freund zur Seite wo er menschliche Wärme tanken kann, sich ankuscheln und liebevolle, körperliche Zuwendung erfährt?

 

Wie sieht eine Welt aus, wo Männer es schaffen, sowohl Firmen zu leiten als auch Männer herzlich zu umarmen?

Was wäre wenn Männer mit Tränen in die Augen von andern Männer blicken und dafür Wertschätzung erfahren ohne einen Anflug von Scham?

 

Was wäre wenn Männer es schaffen würden, den Körper eines anderen Mannes als schön und liebenswert zu empfinden und dabei der eigenen Heterosexualität keine Abstriche abverlangen?

 

Was wäre wenn Männer es schaffen würden, ihre Gerichtetheit und Schaffenskraft mit einer gehörigen Portion Intimität anzureichern?


Impulsabend MännerSymposium Schweiz: Schulterklopfen oder Umarmen?

Impulsbend Männersymposium Schweiz
für den Flyer aufs Bild klicken

Datum

Freitag, 9. November 2018 19.00 bis ca. 22.00 Uhr

 

Kosten

CHF 25, cash zahlbar vor Ort

Deine Anmeldung sichert dir einen Platz. Du bist auch spontan willkommen.

 

Ort

Pavillon Wildbach, Wildbachstr 34, Winterthur

 

Leitung

Philipp Steinmann, Gestalttherapeut IGE, systemischer Gestaltcoach IGE, Mitorganisator MännerSymposium Schweiz

 

Inhalte

Ankommen im Körper, 1. Teil kurzes Einstiegsreferat, anschliessend Gespräche, Fragen, Austausch, im zweiten Teil des Abends Exploration aus den Erkenntnissen aus dem ersten Teil