der kostenlose Minikurs

Durch und durch echt - Modul 3

die Erlaubnis mit mir selber in Beziehung zu sein

Herzlich Willkommen zum dritten Modul des Minikurses

 


Um was geht es?

In diesem Modul geht es darum dich deinen Widerständen zuzuwenden. Je grösser die stärkenden Kräfte in uns werden, desto mehr wachsen im Hintergrund auch diejenigen Teile unserer Persönlichkeit, die uns hindern. Wir wenden uns diesen Elementen über einen kreativ gestaltenden Zugang zu. Daraus entsteht eine gezeichnete Skizze deiner Widerstände.

 

Schritt 5: die Karte der Widerstände

Dauer: ca. 30 Minuten

 

Einführung

Nun hast du erforscht, wie es sich anfühlt, wenn du durch und durch echt bist. Die Verbindung zu dieser inneren Figur hilft dir, damit du zu deinem authentischem Selbst gelangst. Konkret ist es deine Fähigkeit, dich diesen unterstützenden Gefühlen zuzuwenden und ihnen in dir Raum zu geben.

 

In dieser Lektion wenden wir uns nun den Widerständen zu. Vielleicht hast du bereits bemerkt, während du mit deiner unterstützenden Figur unterwegs warst, dass auch immer wieder Gedanken auftauchten, die deine Kraft reduzieren. Dies können Sätze sein wie: «das nützt doch nichts» oder «ich kann das nicht» oder «das hilft nichts» usw. Es gibt noch unzählig andere Formen von Widerstand wie z.B. du machst Übung nicht oder nur halb, oder du liest diese Text nicht usw. Diese manchmal unmerklichen und oft unbewussten Formen von Widerstand kommen aus dem Teil deines Systems, der nicht möchte, dass du dich veränderst. Diese Teile deiner Persönlichkeit sorgen für deine Sicherheit, in dem sie versuchen, dich dort zu halten, wo du dich «zumindest scheinbar» sicher fühlen kannst – nämlich in der Zone, in der du keine Auseinandersetzungen mit dir und andern führen musst, in deiner Komfortzone.

 


Das brauchst du dazu:

Am besten ein A3-Papier (oder klebe A4-Blätter zusammen), kleine Notizzettel oder
Post-it, Schreibmaterial

 

Wie es geht:

Erinnere dich nochmals an deine Ausgangssituation und hole die Liste mit den Gefühlen hervor, die du dir aufgeschrieben hattest.

 

Suche dir alle Gefühle heraus, bei denen du den Eindruck hast, sie reduzieren dich und schreibe sie auf ein Post-it oder Notizzettel. Hier kann dir wieder der Gefühlsbaum helfen. (klicke hier) Auf der untersten Linie siehst du zwei Balken. Dieser unterscheidet zwei grundsätzlich Eigenschaften von Körperreaktionen - ausdehnen oder zusammenziehen. Wenn du auf der Suche nach einem Gefühl bist, spüre in dich hin und nimm wahr, was mehrheitlich zutrifft: ausdehnen oder zusammenziehen. Versuche zu differenzieren und notiere dir die Gefühle, die aus einem Zusammenziehen kommen (aus der Unlust)

 

 

Jetzt bist du dran:

 

Erstelle nun eine Karte deiner "schweirigen" Gefühle, eine Art Soziogramm.

 

Zeichne dich selbst in die Mitte als Strichfigur  oder Punkt o.ä. und verteile nun rund herum deine Post-it. Je näher das Gefühl bei dir in der Mitte ist, umso stärker ist das Gefühl wahrnehmbar. Das heisst auch es ist dir bekannter. Je weiter weg umso diffuser oder unbestimmter ist es für dich.

 

Das könnte so aussehen:

Auf diesem Beispiel sind die vertrautesten Gefühle innerhalb des Kreises. Gefühle ausserhalb des Kreises können Wahrnehmungen sein, die "traumhaft" aufgetaucht sind.

 

Dann nimm einen guten Abstand zum Bild und betrachte es. Wie geht es dir, wenn du diese Gefühlskarte betrachtest? Nimm einfach wahr, was das mit dir macht. Wenn du magst, kannst du dir auch weitere Notizen dazu machen oder fotografie das Bild oder tausche dich über die "schwierigen" Gefühle aus.

 

Dies ist eine Momentaufnahme deiner hindernden Gefühle. Würdest du dieses Bild am nächsten Tag machen, würde es wieder anders ausschauen. Wichtig ist zu wissen, dass dies deine Gefühlslandschaft JETZT ist und sie veränderbar ist.

 

Die Bearbeitung dieser Gefühle ist Bestandteil eines grösseren Kurses, bzw. einer therapeutischen Arbeit. In diesem Minikurs genügt es zu wissen mit welchen Gefühlen/Körpersensationen du dich hinderst. Es genügt, wenn du sie zur Kenntnis nimmst und ihnen auf diesem Blatt einen Platz gibst. Sie dürfen sein.


Nun weisst du, was dir hilft und was dich hindert. Im nächsten Modul geht es jetzt darum, quasi "in die Welt hinaus" zu gehen und bewusst einen Schritt in Richtung «durch und durch echt» zu sein.